Das Projekt für das neue Klinikareal schafft eine Verbindung zwischen der dichten Bebauung des 16. Wiener Gemeindebezirks und den Grünflächen des Wienerwalds. Der Entwurf transformiert die traditionelle Blockrandbebauung Ottakrings in eine aufgelockerte Pavillonstruktur, die auf den denkmalgeschützten Bestand abgestimmt ist und durch eine harmonische Gestaltung sowohl Patient:innen als auch der Öffentlichkeit als Erholungsraum dient. Sockel bestimmen das architektonische Konzept. Die Eingangshalle öffnet sich Richtung Rankgasse und gewährt Einblicke in den dahinterliegenden Park. Der Bau nimmt die städtischen Höhen der angrenzenden Gebäude auf, während ein Vorplatz als Abstandhalter zur Nachbarbebauung dient. An der Parkseite reduziert sich die Gebäudehöhe, um die Proportionen der Altbauten aufzunehmen. 

Der Masterplan setzt auf ein nachhaltiges Pflegekonzept und ein verbessertes, übersichtliches Verkehrsnetz. Die neuen, pavilionartigen Bettentrakte folgen einem Rundgangkonzept, das die Effizienz steigert. Um die Sichtachse zur Rankgasse zu öffnen, wird die Bebauung zur Montleartstraße hin reduziert. Zugänge und Logistikzufahrten wurden getrennt, sodass der zentrale Grünbereich verkehrsfrei bleibt.

Ein öffentlich zugänglicher Park und Klinikgärten bieten Aufenthaltsqualität und fördern die Klimaresilienz. Die „Grüne Mitte" mit Naturteich, Pavillon und Café sowie das „Grüne Band" entlang der Parkfläche bieten Treffpunkte und Erholungsorte für Patient:innen, Personal und Besuchende.
Begrünte Biodiversitätsflächen und ein Klimawäldchen im Nordosten unterstützen das Mikroklima und tragen zur Klimaresilienz bei. Energieeffiziente Bauweisen, Photovoltaikanlage und Erdwärmenutzung reduzieren den Energieverbrauch und setzen auch in diesem Bereich auf zukunftsorientierte Lösungen. Wasserrückgewinnungssysteme und extensive Gründächer verbessern die Wassereffizienz, die Baumbepflanzung wirkt kühlend auf das Mikroklima und Holzhybridbauweise sowie Recyclingmaterialien fördern nachhaltiges Bauen.