Die städtebauliche Planung des neuen Zentralbaus der Klinik Hietzing sieht eine längliche, orthogonale Bebauung entlang der Hermesstraße vor, wobei die historische Einfriedung durch einen 10m-Abstand freigelegt wird. Der Bau besteht aus drei Pavillons, die auf einem Sockel ruhen und berücksichtigt die umgebende Bebauung sowie funktionale Anforderungen. Hochpunkte in den Baufeldern ergänzen das historische Ensemble und passen sich der Stadtstruktur an.

Der Sockel fungiert als robustes Fundament, wobei sich die Gebäudehöhe nach Osten hin reduziert, um sich harmonisch in die Umgebung einzufügen. Die Klinik wird durch einen markanten Haupteingang erschlossen, der mit der historischen Architektur in Einklang steht. Das Gebäudekonzept beinhaltet eine klare Trennung von öffentlichen Bereichen, Diagnostik und Pflegeeinrichtungen, wobei der „Fugen"-Bereich das Herz der Klinik bildet und vorwiegend dem Personal zugeordnet ist.

Die Freiflächen der Klinik spielen eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden der Patient:innen. Ein autofreies, grünes Areal wird als „healing garden" gestaltet und fördert die Regeneration. Historische Achsen werden in die Gestaltung der Zugänge integriert und der Vorplatz sowie die Innenhöfe schaffen eine einladende Atmosphäre. Die Personalterrasse und die patient:innenorientierten „Healing Gardens" auf den Obergeschossen bieten Ruhe- und Aktivitätsräume, die mit Grünflächen und Sitzgelegenheiten zur Erholung sowie sozialen Interaktion einladen.

Die Gestaltung berücksichtigt auch Biodiversität in Form von begrünten Dächern und Fassaden, die das Mikroklima verbessern und Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen. Insgesamt fördert das Konzept eine harmonische, funktionale und gesundheitsfördernde Umgebung für Patient:innen, Besucher:innen und das Klinikpersonal.