Städtebauliches Linear-System

Eindeutigkeit der räumlichen und formalen Vorgaben: Die Otto-Wagner-Stadtbahnstation samt ihres zugehörigen Negativvolumens der Perronanlage soll zur Gänze freigehalten werden. Die bionische Leichtkonstruktion der projektierten Platzüberdachung soll mit einer baulichen Überhöhung abgeschlossen werden. Somit fungiert die vertikal entwickelte Bibliothek als urbanes Gelenk zwischen Räumen unterschiedlicher Ausstattungen und Geschwindigkeiten.

   
       
     
         
   

Fassaden-äußere Erscheinung

Der Hauptfließrichtung des Straßenraumes folgend werden Süd- und Nordfassade komplett transparent verglast.
Die konstruktiven Scheiben der Ost- und Westfassade werden als Teil-Fertigbauweise mit Elementen in gefärbtem Sichtbeton hergestellt.Durch produktionsbedingte Farbabweichungen der Elementserien, die auf der Baustelle gemischt werden ergibt sich eine changierende Oberfläche.
Je nach funktionaler Erfordernis werden in die geschlossene Hülle Tageslichtprismen eingekerbt, die gleichlaufend mit der Straßenbeleuchtung als Licht- Chiffre nach außen wirken.

Die Raumkonzeption ist für permanente öffentliche Nutzung ausgelegt, kann jedoch angesichts der nicht präzisierbaren Entwicklungen des "Buches" und seines Umfeldes auch für andere artverwandte Funktionen genutzt werden (Medienzentrum o.ä.).
Neutrale Räume ermöglichen flexible Funktionalität. Die Flächen parallel zur Stadtbahnstation werden als Reserve für Folgeeinrichtungen vorgehalten.

   
         
     
         
   

Raumkonzept

Die Bibliothek ist direkt durch die neue U-Bahn-Station "Burggasse" erschlossen. Von der ersten Publikumsebene entwickelt sich, zur Nordfassade orientiert, eine mehrgeschossige Halle, die mit umlaufenden Galerien den Archetypus des Bibliotheksaales aufgreift.

Vom Süden flutet Tageslicht in die Ebenen der einzelnen Nutzflächen. Der vertikalen Organisation des Gebäudes entsprechend, ist der interne Raumverband auf den Publikumsbereich aufgesetzt.