FOCUS 4
QUARTIERZENTRUM 2000
"KDAG"
Die übergeordnete Programmatik auf dem zu entwickelnden Areal besteht darin, den exempalrischen, für das 20. Jhdt stehenden Sozialkonzepten der drei Vorhandenen Großformen
20er Jahre:
Siedlerbewegung
50er Jahre:
vorsichtiges Anknüpfen an die Moderne
70er Jahre:
postmoderne Rezeption der Hofstrukturen
ein integratives Implantat einzufügen.
In dem multifunktionalen Zentrum werden eindeutige Sondierungen vorgenommen.
Durch parzellenartige, spezifische Beratung entsteht die urbane Differenzierung, die dem Zentrum -begünstigt durch phasenweise Entwicklung - den Eindruck des gewachsenen verleiht.
Durch klar artikulierte Schichtungen werden verschiedene Atmosphären erzeugt.
GRÜNACHSE OSWALDGASSE
Die vorhandenen Qualitäten des Khleslplatzes und der "beruhigten" Allee wird als "stiller" öffentlicher Außenraum eingesetzt, um das Zentrum mit der Siedlung Josef-Franks zu verknüpfen und hier die sensiblen Sozialfunktionen anzusiedeln.
PLATZFOLGE
parallel zur U-Bahntrasse
In einem übergeordneten räumlichen Entwicklungsband entlang der U6 wird ein virulentes, durch hohe Aktivität und Frequenz gekennzeichnetes Quartierungszentrum angesiedelt, das sowohl als Filter zum öffentlichen Verkehrsverband als auch als Klammer zu den Siedlungen Schöpfwerk I und Schöpfwerk II dient.
WOHNBAU
Zwischen diesen beiden Schienen wird Wohnbau konzepziert, der sich durch folgende Mekmale auszeichnet:
-Gemeinschaftliche Erscheinungen und Freiräume zur Nachbarschaftsbildung.
(Privat genutzte Grünräume werden in der kinderreichen Startphase als Kleingärten im Gleisdreieck anmietbar sein)
-Aufwertung der "Abstellräume" als gemeinsam nutzbare Aktionsflächen von der handwerklichen Selbsthilfe bis zum ersten Arbeitsraum der Existenzgründungen. (unter Ausnutzung der Terrassierung des Geländes)
-Emanzipation von Grundrisslösungen aus dem in Förderstrukturen festgefahren Funktionalismus der 50er Jahre unter Rückgriff auf nutzungsneutrale Qualitäten des Anbaues.
Höhenentwicklung und Dichte werden, an der Marktfähigkeit orientiert, zu entwickeln sein.
In der topographischen Schichtung wird das nach Süd-Osten stärker fallende Terrain für den motorisierten Verkehr überdeckelt und somit ein oberflächen-verkehrsfeies Zentrum geschaffen. |