Das Architekturbüro Schluder/Kastner wurde 1988 als Arbeitsgemeinschaft in Wien begründet, ist seit 1994 auch in Berlin ansässig und wurde 1997 in eine Ziviltechnikergesellschaft übergeführt.

Der Bogen der durch die Jahre bearbeiteten Projekte zeichnet sich durch die Vielfältigkeit aus, mit dem Schwerpunkt Sonderbauten.

Durch dieses diversifizierte Arbeitsfeld hat sich anstelle eines formal durchgehenden Duktus die Herausbildung eindeutiger projektbezogener Signifikanzen als Architektursprache entwickelt. (siehe auch "Archive"). Sämtliche Bearbietungen unterliegen jedoch einer dezidierten Methodik, an deren Ziel immer die präzisest mögliche Eingrenzung der jeweiligen Bauaufgabe mit ihrer spezifischst möglichen Lösung liegt. So wird der jeweilige Archetypus auf die in der jeweiligen vorgegebenen Fragestellung implizierten Entwicklungsmöglichkeiten überprüft und zu einem Prototyp herausgeschält.

Dieser Prozeß basiert immer auf drei Parametern.

Die inhaltliche Programmatik muß im Balanceakt zwischen Vermitteln von Vertrautem und Evolutionieren neuer Gebrauchsmöglichkeiten fixiert werden. Somit ist die Architektur als pragmatisches Testfeld künftiger Lebensformen zu betrachten.

Desgleichen muß der formale Ausdruck unabhängig von Dogmen eine zeitgenössische Haltung zwischen Zeitgeist und Zeitlosigkeit dokumentieren, deren Priorität die Findung angemessener Lösungen ist.

Letztendlich müssen im Umfeld des Projektes die möglichen aufzubauenden Spannungslinien freigelegt werden und auf ihre Gültigkeit für die Dauer des Bestandes ausgelotet werden.

Somit soll im Kontext von Ort und Aufgabe ein Zeugnis des aktuellen Zivilisationsstandes abgelegt werden.

(siehe auch "architecture")

Über all dem wird als bedeutendster Partner zur Umsetzung solcher Architektur der Auftraggeber als Initiator erkannt, dessen Intentionen den Handlungsspielraum vorgeben. Je integrativer die Kooperation vorgeht, desto tiefgreifender kann eine befriedigende Herausarbeitung des kultivierten Archetypus erreicht werden.

Im gleichen Maß gilt es, nach der Auflösung des generalistischen Architektenbildes die spezifische Qualifikation als gestalterisch verbindliche Kraft im Zusammenspiel der benachbarten Disziplinen zu entwickeln.

(siehe auch "network")