Wohnhausanlage Gerhardusgasse
Bauträgerwettbewerb Siegerprojekt
Die signifikante Stellung an der Straßenkreuzung, gute Sichtbeziehungen in den öffentlichen Raum und die Möglichkeit, die Wechselbeziehung zwischen linear vorbeifließendem Straßenraum und ruhiger, heterogener Hofgestaltung herzustellen sind große Vorteile des Standortes. Dem gegenüber stehen die Nachteile von ungünstiger Belichtung nach Nordost, einer geringen Parzellentiefe und Lärmemissionen von PKW-Verkehr und Straßenbahn.
Auf diese Situation wird mit einem Konzept reagiert, das sich dieses Spannungsfeld zunutze macht: Zwei Baukörper werden an einer transparenten Erschließungsfuge aneinandergefügt, durch die das Tageslicht von der nach Südwesten orientierten Hoffassade an die Straßenseite dringen kann. Am Eckturm sorgen Grünkuben für auflockernde Plastizität, deren Wirkung durch die transparente Erschließungsfuge gesteigert wird.
Dem gut durchmischten Mikrokosmos des Quartiers entspricht die Ausbildung von höchst variantenreich zu nutzenden Wohnungen. Im "Atelierturm" an der Ecke liegen studioartige Kleinwohnungen, die größeren Drei- und Vierzimmerwohnungen sind so strukturiert, dass direkt vom Eingang erschlossen ein separates Büro oder Arbeitszimmer untergebracht werden kann.
Standort: 1200 Wien
Bauherr: ÖSW - Österreichisches Siedlungswerk Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft
Fertigstellung: März 2005
Wohneinheiten: 32
Wohnungsgröße: 49 - 100 m²
Wohnnutzfläche gesamt: 2266 m²